Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.
Man kann doch mit den die Mails auf dem Server arbeiten und trotzdem ein lokales Archiv verwenden: als Datenbackup, für höhere Providerunabhängigkeit (1), als Rückfallebene (2).
Gerade wenn man Mails als Informationsarchiv verwendet, wächst m. E. die Wichtigkeit eines Fallbacks proportional zur Nutzungsintensität.
Als Datenbackup gibt es da viel einfachere Möglichkeiten. Einfach ein "Store and Forward" auf ein zweites Postfach machen und fertig

Gut dann sind halt die gesendeten Mails weg aber mit Verlusten muss man immer rechnen
Ich bin in der glücklichen Situation auf einen Exchange Server zurück greifen zu können. Da sind meine Mails zwei Mal auf der DAG gespeichert, einmal auf dem Backup Server, einmal auf dem Tape Roboter und nach 30 Tagen kommt alles noch ins Archiv. Muss ich noch erwähnen, dass das Archiv auch ein Backup hat?
(1) MailStore Home z. B. bietet die Möglichkeit, das Mailarchiv direkt in ein Konto eines anderen Providers zu exportieren. Auch dann, wenn die Server des Ursprungsproviders vom Netz sind.
(2) Google mal gmail-blackout, oder auch PST-corruption.
Die Migration von einem Postfach auf ein anderes finde ich ein klasse Feature, sofern ich das auch richtig verstanden habe.
Die ganzen Blackouts von diversen Providern sind mir sehr gut bekannt. Auch das pst Problem kenne ich zu genüge. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass deine Mails beim Provider "verschwinden" ist wesentlich geringer, als dass es Dir dein Backup zerfleddert. CD's werden irgendwann unbrauchbar, USB-Sticks geben auch früher oder später den Geist auf usw. Da bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als das ganze in die Cloud zu migrieren. Dann bist du aber auch nicht viel weiter als wenn du alles beim Provider auf dem Postfach lässt...
POP hat positive Eigenschaften, die IMAP nicht hat: minimale Online-Zeiten, minimale Datentransfergrösse, Mails liegen nicht ausserhalb des eigenen Einflussbereichs herum und laden zum Schnüffeln ein. Es gibt durchaus Anwendungsgebiete für sowas, man kann nicht alles über einen Kamm scheren.
Online Zeiten und Datentransfer können bei einzelnen Applikationen noch eine Rolle spielen. Aber bei einer privatperson mit Breitband ist das sowas von egal. Den zweiten Satz verstehe ich nicht ganz. Du meinst weil die Mails nicht mehr auf einem Server liegen, könne man da nicht mehr rumschnüffeln? Meine Server Logs sagen da was ganz anderes
Was du vielleicht meinst, und das ist tatsächlich ein No-Go, ist der Verzicht auf verschlüsselte Verbindungen zum Mailserver (SSL/TLS). Dies gilt aber analog für die Arbeitsweisen IMAP+SMTP, POP+SMTP und Weboberfläche.
.
Das ist nur ein Teil, der mir nicht an POP gefällt. Da ich sehr mobil bin, wil ich auf all meinen Mail Clients immer den gleichen Stand der Dinge sehen. Mach das mal mit POP? Zudem habe ich eine persönliche Abneigung geben POP. Mag gar nicht mehr zählen, wie oft ich schon ein Backup einspielen musste, weil ein User sämtliche Mails mit POP vom Server gezogen hat....
IMAP mag in dieser Hinsicht etwas besser sein, aber leider gibt es nichts gescheites, um die Termine zu verwalten. Die beste Lösung für mich ist weiterhin MAPI/AS. Bei Unix/Linux bleibt wohl nur IMAP übrig.
Liebe Grüsse
Wrex