Geocaching - Gefahr durch Zecken

Der bevorzugte Lebensraum der Zecken sind mittelgradig feuchte Stellen in Laub- und Mischwäldern mit üppigem Unterholz (Gräser, Sträucher, Büsche). Dies sind insbesondere verstrauchte und vergraste Waldränder, Waldlichtungen und Waldwege, sowie Hecken und hohes Gras- und Buschland.

Zecken beherbergen die verschiedensten Erreger und übertragen diese durch Stiche. Das kann zu schweren Krankheiten führen. Die bekanntesten Krankheiten sind:

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Krankheit, die bei Patienten zu einer Hirnhautentzündung führen und tödlich enden kann.

Die Borreliose ist eine durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöste Infektionskrankheit. Die Bakterien können bei Infizierten jedes Organ, das Nervensystem und die Gelenke sowie das Gewebe befallen.

2008 sind in der Schweiz 127 Menschen an der Zecken-Hirnhautentzündung erkrankt. Zudem erkranken laut Schätzungen jährlich 3000 bis 5000 Menschen in der Schweiz an Borreliose.

Wie schütze ich mich vor Zecken?

Einen sicheren Schutz vor Zecken gibt es nicht. Aber man kann dennoch einiges tun, um Zeckenstiche zu vermeiden:

  • Vermeiden Sie den Aufenthalt im hohen Gras oder Unterholz.
  • Tragen Sie geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und lange Hosen.
  • Ziehen Sie die Socken über die Hosenbeine – denn Zecken sitzen hauptsächlich im Unterholz und an Gräsern.
  • Helle Kleidung ist günstiger als dunkle. Zecken kann man gut darauf erkennen und noch vor einem Stich entfernen.
  • Verwenden Sie insektenabweisende Mittel. Diese helfen zumindest eine Weile. Aber auch sie stellen keinesfalls einen sicheren Schutz vor Zecken dar.
  • Suchen Sie Ihren ganzen Körper nach Zecken ab, nachdem Sie sich in der Natur aufgehalten haben. Zecken sind winzig klein und krabbeln auf dem Körper und der Kleidung herum, um eine geeignete Einstichstelle für das Blutsaugen zu finden. Sie bevorzugen dünne und warme Hautstellen. Deshalb sollten Sie an den Armen, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf sowie im Schritt gründlich nach Zecken suchen.
  • Falls Sie in einem FSME-Risikogebiet leben, sollten Sie sich vorsorglich impfen.

www.zecken.de | www.zeck-o-schreck.ch | www.coopzeitung.ch

Kommentare

Rita, Friday, 24. April 2009, 18:09:

bewährt hat sich bei uns das Einsprühen von Schuhen und Kleindung mit Antibrumm (soll jetzt keine Werbung sein, aber dieses Mittel ist wirklich sehr gut und hilft). Ist auf jeden Fall eine Hilfe zu den genannten Vorsichtsmassnahmen.

Janis, Thursday, 07. May 2009, 17:14:

Jetzt kommt mir nicht auch noch mit dieser Zecken-Hysterie. So schlimm, wie das vielerorts mit den Zecken dargestellt wird, ist es nun auch wieder nicht. Aber Novartis freuts sicher, wenn die schön ihre Impfungen verkaufen können, die ja gegen die viel häufigere Borreliose gar nichts hilft.

Andy, Wednesday, 13. May 2009, 10:31:

Vor zwei Wochen war ich zum 2. Mal cachen dieses Jahr und prompt hat mich so ein fieses Ding erwischt.. sind also doch überall ;)

Tom, Thursday, 21. May 2009, 14:18:

Als wir letztes Jahr los sind, hatten wir schon nach ner Viertelstunde fast ein Dutzend dieser Viecher auf uns. Sind dann sofort wieder nach Hause, hab ich echt noch nie erlebt sowas!

Henning, Thursday, 21. May 2009, 15:38:

Sind das letzte Wochenende 2 Tage und 3 Nächte durch den Wald gestapft und auch auf allen vieren gekrochen. Ja ich habe eine Zecke gesehen, die mir über die Hand lief. Aber ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen Zeckenbiss gehabt. Bei geocaching touren hatte ich schön öfter die unteren Hosenbeine voll mit Zecken ... aber die kann man abschütteln.
Was wohl immer geholfen hat ist a) ich schmecke nicht gut und b) Hohe Schuhe, stabile lange hose, Socken immer über der Hose und auch lange und in die Hose gesteckte Oberbekleidung.
Nachhause fahren würde ich nicht wegen ein paar Zecken ... nur zusehen dass sie mich nicht beissen können.

fuemm63, Thursday, 04. June 2009, 23:24:

Ich bin jede Woche mehrmals im Wald und muss zwischen April und Oktober immer wieder Zecken entfernen (trotz Antibrumm). Ich habe mir zweimal eine Borreliose geholt - aber Glück gehabt, dass die Borrelien mit Antibiotika bekämpft werden konnten. Gegen Borreliose kann man sich nicht impfen (im Gegensatz zu FSME), es bleibt nur, alle Zecken möglichst frühzeitig und vollständig zu entfernen. Da sich die Borreliose auch in eine Neuroborreliose entwickeln kann, ist eine Warnung (@JANIS) überhaupt keine Hysterie. Im Gegenteil: Es wäre leichtsinnig und fahrlässig, wenn man nicht warnt und zur Kontrolle anregt. Borreliose kann in extremen Fällen bis zur Vollinvalidität führen.

tommiB, Saturday, 06. June 2009, 13:28:

Seit ich mit Geocaching angefangen habe plagen mich diese Viecher. Letztes Jahr hatte ich 10 Stiche, einer davon entwickelte eine Borreliose. Dieses Jahr hatte ich bis jetzt zwei Stiche und schon wieder eine Borreliose. Ich hoffe, dass die Antibiotika ihren Teil dazu beigetragen haben diese lästigen Erreger abzutöten.
Ich habe mal gelesen es gäbe einen natürlich Feind der Zecke. Scheinbar ernähren sich einige Vogelarten davon, wie wärs denn diese zu züchten?

Näpi-Piraten, Tuesday, 14. July 2009, 19:14:

Wir sind oft im Wald unterwegs (zum Cachen und zum Pilzen) und hatten auch schon Zecken. Im Gegensatz zu Früher weiss man, welche Auswirkungen einen Zeckenstich haben kann. Also muss man sich am Abend nach Zecken absuchen. Ich mache zudem zirka alle 2-3 Jahre einen Bluttest (bei einem fand man Borreliose-Antikörper. Wäre schliesslich schade, Cachen wegen diesen Zecken aufzugeben....;-)

TecmjrB, Tuesday, 11. August 2009, 22:16:

Bisher hielt ich die vielen Warnungen und Karten mit Darstellung des Zeckenbefalls auch für übertrieben. Ich bewege mich seit Jahren drausse, oft auch in Wäldern oder im hohen Gras. Nicht ein einziges mal wurde ich gebissen.
Letzten Sonntag war ich beim Cache Fischbalmen GC1QE9N. Der Weg vom Parkplatz zum Cache ist kurz und es hat weder viele Gebüsche noch Bäume. In den 20 Minuten hatte ich einen Biss und meine Tochter gleich zwei, trotz langen Hosen. Die Viecher sind vermutlich einfach hochgekrochen bis zum Oberkörper und dort haben sie gebissen. In Zukunft werde ich mich auch einsprayen.




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Seite zuletzt geändert: 06.02.2010, 09:25  

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